Windows Version – GRZ Berechnung

Grundflächenzahl

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Zuletzt aktualisiert am 08.05.2020 von Torsten

Grundflächenzahl: Wie ihr sie berechnet und was sie bedeutet

Die Grundflächenzahl (GRZ) gibt an, wie viel Prozent eines Grundstücks von Haus, Garage und Terrasse eingenommen werden dürfen und wie viel frei bleiben muss.

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Was ist die Grundflächenzahl (GRZ)?

Die Grundflächenzahl (GRZ) eines Grundstücks ist in der Regel im geltenden Bebauungsplan ausgewiesen. Die GRZ sagt euch, welchen Anteil das Haus auf eurem Grundstück haben darf, denn dass die gesamte Grundfläche bebaut werden darf, ist eher selten. Schließlich müssen Abstände zum Nachbarn eingehalten werden und ein Platz für den Garten ist meistens auch vorgesehen.

Wie wird die GRZ berechnet?

Die Grundflächenzahl wird als Dezimalzahl angegeben. 0,2 bedeutet, dass ihr 20 Prozent eures Grundstücks bebauen dürft. Eine 1,0 stünde für eine komplette Überbauung.
Steht in einem Bebauungsplan eine GRZ von 0,2 für ein 600 Quadratmeter großes Grundstück, müsst ihr die Grundstücksgröße mit der GRZ multiplizieren, um zu erfahren, wie groß euer Haus werden darf.

Formel: Grundstücksgröße x Grundflächenzahl= zulässige Grundfläche

600 x 0,2 = 120 Quadratmeter

In unserem Beispiel könnt ihr also 120 Quadratmeter eures Grundstücks überbauen. Das bedeutet allerdings nicht unbedingt, dass die gesamte Fläche nur 120 Quadratmeter haben darf. Denn wenn laut Bebauungsplan mehrere Geschosse erlaubt sind, kann die Gesamtwohnfläche natürlich höher liegen.

Was gehört alles zur Grundfläche?

Um die zulässige bebaubare Fläche eures Traumhauses ungefähr zu berechnen, braucht ihr also nur die genaue Grundstücksgröße und die festgesetzte GRZ.

Die exakte Rechnung ist allerdings komplizierter. Diese wird euer Architekt oder Bauträger für euch übernehmen. Denn zur bebaubaren Grundfläche gehört nicht nur das Haus samt Außenmauern, Terrassen, Balkonen und Kellerabgängen (auch GRZ I genannt), sondern auch die Grundflächen von Stellplätzen und ihren Zufahrten, Garagen, Wegen, Gartenhäusern, Öltanks, Nebenanlagen und von baulichen Anlagen unter der Erde (auch GRZ II).

Oft dürfen Bauherrn die zulässige Grundfläche zugunsten solcher Nebenflächen auf Antrag um 50 Prozent überschreiten. Die GRZ darf dabei nicht über 0,8 liegen. Da es hier in den unterschiedlichen Bundesländern und auch in den geltenden Bebauungsplänen starke Unterschiede gibt, ist es unbedingt ratsam, sich bei eurem zuständigen Bauamt nach den lokalen Gegebenheiten zu erkundigen.

Wofür ist die GRZ von Bedeutung?

Aus wirtschaftlicher Sicht ist die GRZ vor allem für Verkäufer und Käufer von Grundstücken und gebrauchten Immobilien von Bedeutung. Je höher die Grundflächenzahl, desto wertvoller ist das Grundstück. Als Verkäufer könnt ihr so einen höheren Preis erzielen und als Käufer habt ihr die Möglichkeit, mehr Wohnraum pro Quadratmeter Grundstück zu schaffen. Die Grundflächenzahl ist daher eine der wichtigsten Kennzahlen zur Einschätzung der baulichen Nutzung eines Grundstücks.

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